Ein Beispielbuckel aus Dagmara Kraus „Aby Ohrkranf’s HUNCH POEM“

kraus_hunchpoem1

kraus_hunchpoem2

Aus: Dagmara Kraus, Aby Ohrkranf’s HUNCH POEM
roughbook 046, 108 Seiten, Euro 11,- / sFr. 13.-

Bestellen: http://www.engeler.de/bestkraus.html

Advertisements

Dagmara Kraus: Aby Ohrkranf’s HUNCH POEM

Kraus Aby Ohrkranf's Hunch PoemEin Text buckelt und verbuckelt sich; ein Text tut schön und ergeben, liebedienert einem Meister, den er gleichwohl a tergo a gibbi zu entstellen versucht: Aby Ohrkranf’s HUNCH POEM ist ein Gibbusgedicht in fünfundzwanzig Aufzügen, großenteils in ‚Gibbirish‘ (sic) gehalten, einem anmakaronisierten Englisch mit pseudoirischem Klangstich, entstanden auf der Folie – d’après la bosse sozusagen – von Frank O’Haras LUNCH POEMS (San Francisco, City Lights Books, 1964), deren Auswahl mit Buckeln, hunches (d.h. „Gibbi“ bzw. „Kyphoi“) zersetzt und ziemlich verhunzt wurde, weil es von L zu H nur ein kleiner Sprung wär‘ für den Henscheid, aber ein Rückwärtssalto war über drei Buchstaben, um Diderots apokolokynthelnder Forderung nachzukommen, „dasz der buckligte in allen theilen seines körpers buckeln soll“ (Knebel).

roughbook 046, 108 Seiten, Euro 11,- / sFr. 13.-

Bestellen: http://www.engeler.de/bestkraus.html

Christian Filips, Heiße Fusionen, Beta-Album

Filips Neue Heiße Fusionen

Zwischen den ersten Heißen Fusionen [roughbook 005] und den zweiten Heißen Fusionen [roughbook 045] liegen 8 Jahre und ganze 40 Bücher. 2010 beendete Christian Filips die ersten „Heißen Fusionen“ auf ihren letzten beiden Seiten mit dem Versprechen: „Dies ist ein Buch, das sich verändert, von Mal zu Mal. Als ein Kind der digitalen Revolution, die seine Existenz in Frage stelllt, übernimmt es sich stets. Wird übernommen.“ Und nun wurde es in der Tat übernommen: von einem dubiosen Arkadischen Kollektiv, das sich dazu bekennt, die Erstausgabe vollständig fusioniert und zudem ihren Verfasser in Risikokapital verwandelt zu haben. Das Ergebnis steht im Wort. So tief das lyrische Subjekt in die Kreide geraten ist, es wird seine Schuldigkeit noch lange nicht anerkennen!

Leseprobe: Filips, Heisse Fusionen S.66-73

„Ein individuelles Leben ist eine serialisierte kapitalistische Minikrise. Ein Desaster, das deinen Namen trägt. Und dies ist die gebotene Lektüre dazu.“ Brian Massumi

Bestellen: Christian Filips, Heiße Fusionen, Beta-Album, herausgegeben vom Arkadischen Kollektiv

132 Seiten, Euro 10,-/ sFr. 12.-

 

 

Jan Kuhlbrodt bespricht „Dieses Buch trägt diesen Titel“

Das vorliegende roughbook 044 begleitet das Gedicht in seinem notwendigen Scheitern. Und hier rettet sich Dialektik: Ein Scheitern, das eine Befreiung ist. Eine Befreiung nicht für, aber zum Text. Zumindest diese Lyrik lässt die Gedanken des Lesers (in diesem Fall meine) weit über ihre ungesteckten Ziele hinausgehen, und das unterhält ungemein.“

Die ganze Besprechung bei „Signaturen“, hier.

Mario Osterland bespricht József Attilas „Liste freier Ideen“

„Gedankenprotokoll oder Langgedicht, Autobiografie oder Fiktion? József Attilas Liste freier Ideen ist nichts für Gattungsfetischisten; für zartbesaitete Leser erst recht nicht. Der ungarische Dichter, der zu den bedeutendsten seines Landes gehört, ist im deutschsprachigen Raum, wenn überhaupt, vor allem für seine Lyrik bekannt. Nur wenige dürften darüber hinaus das Schicksal des aus der Kommunistischen Partei Ungarns ausgeschlossenen Freudomarxisten und suizidalen Schizophrenen kennen. Nun, woher auch? könnte man fragen. Die biografischen Informationen im Internet sind spärlich, eine Biografie auf Deutsch gibt es nicht. Und das, obwohl Jószef für zahlreiche Kritiker und Literaturhistoriker in eine Reihe mit Größen wie Kavafis, T.S. Eliot oder Pessoa gehört.

    Umso schöner ist es da, dass bei roughbooks nun ein Text Józsefs erscheint, der es bisher in keine Werkausgabe geschafft hat, bis 1990 sogar mehr oder minder geheim gehalten wurde. Die Liste freier Ideen ist im Wortsinne ein aufschlussreiches Dokument, da es als Schlüsseltext zum Verständnis Józsefs dient.“

Die ganze Besprechung bei „Signaturen“, hier.