Jan Kuhlbrodt bespricht Paul Bogaert, Der Soft-Slalom

Kuhlbrodts Besprechung für fixpoetry beginnt so:

„Ganz Mitteleuropa ist zum Themenpark geworden, und wir wissen manchmal nicht, auch wenn wir gerade erwachen, ob wir noch hier wohnen oder schon Angestellte sind, was aber in letzter Konsequenz auf das gleiche hinausläuft. Die Bedrohungen, die lauern, wirken meist inszeniert, und für alles gibt es eine Anleitung, die man sich aus dem Internet aufs Smartphone herunterladen kann.“

Und endet so:

„Paul Bogaert schildert in fünf Abschnitten einen Tagesablauf. Allerdings braucht die so entworfene Realität, traum- wie alptraumhaft, eben das Gedicht, das sie zusammenhält. Denn auch der Traum ist eine Zwangsvorstellung, worin deutlich wird, dass es im Gasthaus Zum Torschluss keine Besuchszeiten gibt.

Die vorgestellte Welt ist am Zerfließen, sie verliert Kontur, die analytischen Setzungen verlieren ihre Gültigkeit, und so verleiht ihr das Gedicht in seiner Formstrenge Festigkeit, die sie von selbst nicht mehr aufbringen kann.

Dem Leser allerdings ist das ein Fest.

P.S.: es lebe das lange Gedicht.“

Alles zwischen Anfang und Ende steht hier. Das Buch selbst gibt es über die Webseite der roughbooks (die übrigens nach wie vor in Solothurn erscheinen).


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