Bertram Reinecke macht was mit Büchern

Und sagt sehr interessante Dinge wie z.B.: „Die Arbeitskontexte sind immer zerfaserter geworden. Ich muss zusehends an mehreren völlig verschiedenen Projekten gleichzeitig werkeln. Das liegt daran, dass gerade das Feld der Lyrik in immer mehr Initiativen und Grüppchen fragmentiert. Als Lyriker begrüße ich diese gewachsene Vielfalt, andererseits muss man immer besser strukturiert sein, was Mehrfachnutzungen der eigenen Arbeit und effektive Ressourceneinsatz betrifft.“ Oder: „Ich beobachte, dass unter heutigen Bedingungen Autoren zusehends schlecht als Marken funktionieren. (Einzelne Titel dringen natürlich noch schlechter durch.) Daraus ergibt sich, entgegen dem Trend zur Autorenselbstvermarktung, eine Verschiebung der Marktbalance hin zu vermittelnden und „ordnenden“ Instanzen (Herausgeber, Verleger, Kuratoren etc). Verlage etwa setzen in der grafischen Gestaltung eher auf Wiedererkennbarkeit von Reihen und des Verlagsprogramms. Sie betonen somit das Gemeinsame. Dieser Trend stellt damit das Problem, das er zu lösen vorgibt, nämlich die Unsichtbarkeit des einzelnen Autoren oder Titels, teils selbst mit her.“

Die Überlegungen von Bertram Reinecke stehen auf der Blogseite „Ich mache was mit Büchern„.

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