Bertram Reinecke macht was mit Büchern

Und sagt sehr interessante Dinge wie z.B.: „Die Arbeitskontexte sind immer zerfaserter geworden. Ich muss zusehends an mehreren völlig verschiedenen Projekten gleichzeitig werkeln. Das liegt daran, dass gerade das Feld der Lyrik in immer mehr Initiativen und Grüppchen fragmentiert. Als Lyriker begrüße ich diese gewachsene Vielfalt, andererseits muss man immer besser strukturiert sein, was Mehrfachnutzungen der eigenen Arbeit und effektive Ressourceneinsatz betrifft.“ Oder: „Ich beobachte, dass unter heutigen Bedingungen Autoren zusehends schlecht als Marken funktionieren. (Einzelne Titel dringen natürlich noch schlechter durch.) Daraus ergibt sich, entgegen dem Trend zur Autorenselbstvermarktung, eine Verschiebung der Marktbalance hin zu vermittelnden und „ordnenden“ Instanzen (Herausgeber, Verleger, Kuratoren etc). Verlage etwa setzen in der grafischen Gestaltung eher auf Wiedererkennbarkeit von Reihen und des Verlagsprogramms. Sie betonen somit das Gemeinsame. Dieser Trend stellt damit das Problem, das er zu lösen vorgibt, nämlich die Unsichtbarkeit des einzelnen Autoren oder Titels, teils selbst mit her.“

Die Überlegungen von Bertram Reinecke stehen auf der Blogseite „Ich mache was mit Büchern„.

Rudolf Bussmann: Wochengedicht #62, Elke Erb

Rudolf Bussmann beschreibt Woche für Woche in der Basler Wochenzeitung „Tageswoche“ ein Gedicht, in dieser Woche ist es ein Gedicht von Elke Erb aus dem neusten roughbook 028, „Das Hündle kam weiter auf drein„.

Magie der Sterne

Zwischen dem ersten und dem zweiten Teil stehen drei Sterne. Wer sie passiert, geht über eine Zeitschwelle, sie trennen die Jugendzeit von der Erwachsenenzeit. Vom Kind ist nicht mehr die Rede, dafür von einem Hund.“ Bussmanns Beschreibung lesen Sie hier.

Grüße an Matthias Mader

„Es ist immer ein schö­ner Tag, wenn die Post so einen unschein­ba­ren grauen Umschlag aus Solo­thurn bringt. Denn darin ver­steckt sich immer ein gro­ßes Lese­er­leb­nis (wirk­lich, bis jetzt war das immer so!). Und die­ses Mal ist beim neuen Lyrik­band sTiL.e(ins) Art und Welt­wai­sen von Kon­stan­tin Ames sogar noch eine CD dabei — das ist also ein mul­ti­me­dia­les Erlebnis …“

Mehr in Matthias Maders Blog „Nächstens mehr.