Wolfgang Schlenker – knappe bedenkzeit

was immer hier jetzt ist
mehr wird es nicht

das leben scheint zu funktionieren
wie ein tausch

was man gibt
bekommt man wieder

mit verzögerung allerdings
und manchmal aus zweiter hand

aber wie ein prinzip
dieses stirb und werde

und das negativ davon:
wenn ich nicht sterbe

dann sterbe ich
auf der dunklen erde

und siehe da:
der freie wille

ist vielleicht nicht das
wofür man ihn gerne gehalten hätte

aber das ist kein grund
ihn zu verspotten

freier wille
ist ein geschenk

und schenken heißt:
die vergangenheit gibt es nicht.

 

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5 Kommentare zu „Wolfgang Schlenker – knappe bedenkzeit

  1. Das Geschenk ist die Vergangenheit, denn eine Zukunft wird es mit Dir nicht mehr geben und das ist kein Geschenk von mir an Dich.
    In Liebe Susanne

  2. sich in vergangenheit und zukunft zu verlieren scheint hier das ziel zu sein.
    doch ziele sind schwach: wie sehnsucht und hoffnung nichts anderes sind als befindlichkeiten, die den moment trüben. was willst du mehr als dieses hier von dieser schwäche zu befreien? doch du bist gefangener und damit musst du klarkommen. lerne loslassen und genießen – eins sein mit dem da-sein, dann lösen sich die gefängnismauern auf als hätte es sie nie gegeben. und es gibt niemals keinen grund nicht zu spotten, denn was ist schon das, für was wir es halten.

  3. Zeiten ändern sich. Inzwischen ziehen Zeiten sich hin, holen ein, machen alles platt.
    Zeit bleibt immer, um einen weichgezeichneten Mischling als Airdale-Terrier zu verkaufen.
    Aber wo bleibt da der freie Wille?

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