Andrea Zanzotto (10.10.1921 – 18.10.2011)

La perfezione della neve / Das Reichtum des Schnee

Quante perfezioni, quante
quante totalità. Pungendo aggiunge.
E poi astrazioni astrificazioni formulazione d’astri
assideramento, attraverso sidera e coelos
assideramenti assimilazioni –
nel perfezionato procederei
più in là del grande abbaglio, del pieno e del vuoto,
ricercherei procedimenti
risaltando, evitando
dubbiose tenebrose; saprei direi.
Ma come ci soffolce, quanta è l’ubertà nivale
come vale: a valle del mattino a valle
a monte della luce plurifonte.
Mi sono messo di mezzo a questo movimento-mancamento radiale
ahi il primo brivido del salire, del capire,
partono in ordine, sfidano: ecco tutto.
E la tua consolazione insolazione e la mia, frutto
di quest’inverno, allenate, alleate,
sui vertici vitrei del sempre, sui margini nevati
del mai-mai-non-lasciai-andare,
e la stella che brucia nel suo riccio
e la castagna tratta dal ghiaccio
e – tutto – e tutto-eros, tutto-lib. libertà nel laccio
nell’abbraccio mi sta: ci sta,
ci sta all’invito, sta nel programma, nella faccenda.
Un sorriso, vero? E la vi(ta) (id-vid)
quella di cui non si può nulla, non ipotizzare,
sulla soglia si fa (accarezzare?).
Evoè lungo i ghiacci e le colture dei colori
e i rassicurati lavori degli ori.
Pronto. A chi parlo? Riallacciare.
E sono pronto, in fase d’immortale,
per uno sketch-idea della neve, per un suo guizzo.
Pronto.
Alla, della perfetta.

«È tutto, potete andare.»

 ***

Solche Reichtümer, solche
solche Alle. Der stachelig zusammensteckt.
Und auch Abstraktionen Astrifikationen Attraktion aus Asterisken
Eisung, in sidera und coelos
Eisungen, Weißungen –
ich stiege im Königreich
über die riesige Blendung, über Fülle und Leere hinaus,
könnte Steige erkunden
erscheinen, scheuen vor
entrischen düsteren; wüsste sagte.
Aber wie fest er ist, wie weit das weiße Überall
wie strahlend: zu Tal in der Frühe zu Tal
zu Berg aus hellen Quellen.
Bin gestapft hinein in dieses funkelnde Schneien-Scheinen
hui erstes Schaudern im Schnee, im Verstehen,
Prozessionen fordern: schau alles.
Und deine Enteinung Eilandung und meine, Frucht
dieses Winters, verquickt, verdickt,
auf den gläsernen Graten des Immer, auf den Schnee-Säumen
des Nein-nie-niemals-ließ-ich-los,
und der Stern der am Wuschelkopf brennt
und die aus dem Eis geholte Kastanie
und – alles – und Eros-alles, Lib.-alles Liebe in meine
Umgarnung Umarmung: geschneit,
der hereingeschneite Gast, ein weißes Programm, ein weißes Werk.
Gell, ein Lächeln? Und das (Da)Sein (Sehen-Es)
jenes für das man nichts kann, nichts wissen,
es lässt auf der Schwelle sich (kosen?).
Eiii übers Eis und Felder von Farben
gefrorene Feuer aus Gold.
Hier bin ich. Wer spricht? Wieder schließen.
Und bin hier, in der Unsterblichkeitszeit,
für eine Schnee-Skizze, ein Schnee-Blitzchen bereit.
Hallo.
Der, der Erreichten.

«Das ist alles, ihr könnt gehen.»

(Übersetzung Donatella Capaldi, Maria Fehringer, Ludwig Paulmichl und Peter Waterhouse, aus: Andrea Zanzotto, La Beltà / Pracht)

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3 Gedanken zu “Andrea Zanzotto (10.10.1921 – 18.10.2011)

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