Bruno Steiger: letzte Notizen 86

All die Leute, die im Dunkel vor dem Eingang meines Hauses auf eine schwarze Katze einreden. Obgleich sie ahnen, das Tier lebt nicht mehr, reden sie. Die Hoffnung, auf ihre alten Tage eine Antwort zu erhalten, hält sie davon ab, von sich selber zu sprechen. Der Aberglaube, dass der menschliche Verstand sich nur in Gegenbeispielen dingfest machen lässt, bewahrt sie nicht davor, in Katzensprache zu verfallen, hier, früh um halb fünf, ist es die Sprache des Kadavers. Zu verstehen ist nichts und ein paar leise Flüche, der Zeuge des Vorgangs muss sich mit Begreifen begnügen. Die Aussicht auf Unbelehrbarkeit besteht.

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