Letzte Notizen 69 – Bruno Steiger

So verlockend mir die Aussicht auf eine „ewige Ruhe“ zuweilen erscheint, so sehr bedrückt mich der Gedanke, in jener Lage das nicht mehr tun zu können, was ich Zeit meines Lebens am liebsten getan habe: Einschlafen.

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2 Gedanken zu “Letzte Notizen 69 – Bruno Steiger

  1. blinkyblanky says:

    Mir gefällt diese Notiz, aber mir fällt kein witziger Kommentar ein, außer dass ich nicht mit Mühe witzig sein will.

  2. Gunnar Jauch says:

    Zum Einschlafen zu sagen

    Ich möchte jemanden einsingen,
    bei jemandem sitzen und sein.
    Ich möchte dich wiegen und kleinsingen
    und begleiten schlafaus und schlafein.
    Ich möchte der Einzige sein im Haus,
    der wüßte: die Nacht war kalt.
    Und möchte horchen herein und hinaus
    in dich, in die Welt, in den Wald.
    Die Uhren rufen sich schlagend an,
    und man sieht der Zeit auf den Grund.
    Und unten geht noch ein fremder Mann
    und stört einen fremden Hund.
    Dahinter wird Stille. Ich habe groß
    die Augen auf dich gelegt;
    und sie halten dich sanft und lassen dich los,
    wenn ein Ding sich im Dunkel bewegt.

    –Rainer Maria Rilke

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