Das Internet ist Gott (Blog-Poetik II)

„Das Internet ist für mich die größte emanzipatorische Erfindung der Menschheit seit der Erfindung der Schrift. (…) Es hat seit der Erfindung des Telegraphen und des Telefons nichts Vergleichbares gegeben, und das Netz schlägt diese Erfindungen ja noch, weil jeder mit jedem ganz nach eigenem Wunsch in Verbindung treten kann. Es ist ein verwirklichter Traum. Und jeder hat Zugang zu jedem. Ich bin eine begeisterte Anhängerin des Netzes. Und die schärfsten Restriktionen von Regierungen können immer auch von technisch Versierten umgangen oder ausgeschaltet werden. Das Netz ist demokratisch und subversiv zugleich. Es ist Gott.“

Quelle: Elfriede Jelinek in einer E-Mail-Korrespondenz mit Rita Thiele, abgedruckt im Programmheft zu „Das Werk. Im Bus. Ein Sturz“, Schauspielhaus Köln, 2010., via mlrm 

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2 Kommentare zu „Das Internet ist Gott (Blog-Poetik II)

  1. Ist das Netz als Gott nicht in einer Sprache gelobt, die es kaum mehr versteht? Behelf, wie die elektrischen Bücher, die digitalen Alben, die vernetzten Räume. Ein Gestern, das staunt und noch keine Worte dafür hat?

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