A Poem A Day – Elke Erb

Elke Erb: Winter, Winken, Wimpern

Oja, mögen die Telegrafenmasten
zwitschern, Elektrokapseln, Beflügeltes,
und unten erfriert der Weg, kontrahiert sich
in seine Indifferenz, du: Schlucke den Acker, Gemüt,
es ist Winter,

du kamst da ja nie zurecht,
der Satz: „Es ist Winter“

war: dir
stürze der Türbalken ein, und
als ein einstürzender errichtet freilich,
geschlichtet, verpflichtet, dreht euch
nicht um.

Tümpel, ach, Tümpel, ach Rand, Schilf
-wimpel, -wimpern: Der, wie er blickt,
er verstehts.

Quelle: Elke Erb, Sonanz, S. 212, 23.11.04, auch in: Dt.-Dt.-Übersetzungswerkstatt

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