Anja Utler nach Jan Wagner

holunder, fremde

als die beeren reifen
sickern ihr schon die federn; geben schwärze
fürs nächste jahr

*

holunder, graben

das geheimnis, fragt man, wird ers mit uns teilen

wie man die strahlen zu schwarz macht, rollt, die beeren fiebern eins um eine
dem regen zu dass: streich- längs

als farblos, frei
er –

ergibt sich: stränge gift
als das: zu flattern anfängt in den feinen stängeln

reißt der wind sein grob aufgeriebenes
licht dazwischen

frische spalten zwischen weichem dem harten holz
die hand darin

trifft sich?

Dieses Gedicht gehört zur Deutsch-Deutschen Übersetzungswerkstatt, die bald als roughbook 007 veröffentlicht wird.

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