Letzte Notizen 26 (Kluft)

Weisse Ohren, gespitzt aus einer seit Urzeiten nicht mehr gereinigten Wolldecke ragend.

Wunderbar knöcherne Töne, einhändig gespielt.

Soweit ist es also gekommen mit einem: dass man zusammen mit dem Hund seines Sohnes dem „Wunschkonzert für unsere Kranken” und gleichzeitig einer TV-Dokumentation über (Paul) Wittgensteins einzige Hand lauscht.

Stunden nach dem Entschluss des Hundes, die Angelegenheit für den Moment sein zu lassen und einzuschlafen, ein weiterer Versuch seines Wächters, Haltung zu bewahren.

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Ein Gedanke zu “Letzte Notizen 26 (Kluft)

  1. Gunnar Jauch sagt:

    Nichts gewusst von Ludwigs genialen Bruder Paul!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Wittgenstein_(Pianist)
    1929 komponierte Maurice Ravel eigens für ihn ein Klavierkonzert für die linke Hand, welches allerdings zum Bruch zwischen beiden Künstlern führte, da Wittgenstein es für die Aufführung in wesentlichen Dingen überarbeitet hatte und Ravel diese Eigenmächtigkeit äußerst missfiel. Ravels Ausspruch: „Interpreten sind Sklaven“ geht auf diese Kontroverse zurück.

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