Letzte Notizen 21

In jenen strahlenden Stunden, da ein Alphonse A. todmüde unter den Bildern der alten Brücke von L. steht, möchte ich den Atem anhalten, so den Blicken gedenkend, dem Fleisch der Augen, den Dienern einer Scheu, die sich nicht mehr auf Erkennbares berufen darf. Meine Ablehnung von Bahngleisen hinter jener unverwechselbaren Eisentür, wo ich meine Schuhe versteckte, nach dem Bad im Haus über dem Fluss: Ich vermisse sie nicht. Ja, ich war arm. Ich wohnte im Schaufenster einer (heute nicht mehr existierenden) Metzgerei, es durfte nicht wahr sein. Irgendwann wurde ich «sauber», ein nicht mehr Informierbarer, es nützte alles nichts. Durch diese Tür folge ich meinen Erinnerungen. Es ist ein schweres Eisentor, ähnlich jenem, das ich damals, auf der Suche nach einer Lebensmöglichkeit, bei meinem nächtlichen, mir heute wenig mehr als knapp lachhaft erscheinenden «Überfall» auf die Schweizerische Nationalbibliothek überkletterte. 3.8.2010

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