Letzte Notizen 19 (Notiz für zwei geheilte Leser)

Schwer fallen sie von den Leitern an ihren Sommerhäuschen. Weich, weiss eingefärbt das Glasauge über der Stadt, das teuerste Gedicht an ein meteorologisches Phänomen verraten. Der Massstab der uns bekannten Welt gerade noch eine Konstruktion aus nassen Enten. Verschiebung und Umwertung jedes noch denkbaren Malerpinsels. Die fremdeste Ordnung; und keine Frage mehr. „Wie alt war Houdini, als er geboren wurde, beim Auszählen seiner Bilder?” So tönt es, wenn man beim Träumen lacht statt weint; ungefähr so. Letztlich unübersetzbar wie jede Falschmeldung. Aber nicht nur Tolstoi hat es lang schon gewusst. Gleichwohl arbeiten sie weiter, schniefend unter ihrer magersten Katze liegend. Sie haben, wird gesagt, sich aus dem „sechsstelligen Bereich” gelöst; so fanden sie zu ihrer Form. Frühmorgens oder am Nachmittag zwischen fünf und acht, vor einer endgültig verrückt gewordenen Museumswand. Das Urteil wird, wie letztlich immer alles, Freispruch gewesen sein.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Letzte Notizen 19 (Notiz für zwei geheilte Leser)

  1. Gunnar Jauch says:

    Irritierend schon der Titel — weshalb zwei Leser, und wäre denn Lesen eine Krankheit?
    So zauberhaft wie enigmatisch, in den Wind gesprochen…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s