Sätze zur Poetologie 4 (Elke Erb)

Das Gedicht ist alles, was es tut. (1)
Es ist, als Ganzes, als Komposition, mehr als das, was es tut. (2)
Es ist auch das, daß es etwas nicht tut. (3)

Satz (1) sieht einfach aus, ist aber nach aller Praxis für mich neue Erkenntnis.
Satz (2) ist einleuchtend auch ohne eine so lange Erfahrung.
Satz (3) folgert aus Satz (1), sein Geltungsbereich ist aber so unendlich, daß dieser Satz unmöglich vollkommen sein kann.

***

Hier erscheinen in regelmäßiger Folge die „Sätze zur Poetologie“ von Elke Erb.
Neue Gedichte der Autorin finden sich in dem soeben erschienenen Band
Meins; roughbook 006

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