O Pommery! O Pomerol!

O Pommery! O Pomerol!
Ich weiß nicht, wie ich weiterleben soll.
Seh ich Euch zwei hier vor mir stehn,
dann trink ich. Ihr vergeht. Ich trink

noch paarmal von dem Satz, la lie,
bis ebenso ich geh. Ins Bett
als Letzter. Immer wieder mich:
wie das Verstehen lerne ich?

Gefragt. Und wenn verstanden: wie
verkraften alles das? Vergehen
kann lustig auch am Morgen sein
und lieblich sein, am Abend ja

gewaltig winselnd wieder sein:
Das Echo der herzeignen Scherze
hinter der Bienenwachskerze
wäre nur ein Summen des Dekors,

ein summendes Dekor im Ohr
brennt alles hin, brennt ab, bevor.
O Pomerol. O Pommery.
Wie soll ich weiterleben? Wie?

Aus: Heiße Fusionen, Christian Filips

Die akustische Fassung findet sich hier

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