GOOD ENOUGH – that will do. (eine mitschrift)

lerne: das ganze ist das offene! weil das ganze das ganze ist und weil das ganze das offene ist, gibt es kein vollkommenes genügen. das ziel muss daher sein: nicht gut zu  sein, sondern: gut genug zu sein. good enough – that will do.

siehe winnicotts „good-enough mother“. sie sorgt für realität durch „incomplete adaption“, dies aber dosiert. – since incomplete adaption makes objects real, that is to say hated as well as loved.

(der dezentral-ordner:) nicht der zentrismus der identitätsverbände. sondern die offenheit eines produktivitätsverbandes.

so verstanden

/// die auslegung kennt den hass gegen zwanghafte eindeutigkeit.
/// die aufgabe des kults ist die wiedererlangung der mehrdeutigkeit

hingegen: Anästhesie und Funktionärstum: die realitätsflucht läuft mit, im prozedere des diskurses (heißt: selbst // oder gerade // im diskurs über die realität!!!).

diese räume, diese zeit. JAHRELANGE NACHMITTAGE! was vor dem fenster ist. was das fenster ist. was bleiben ist. was wider wissen bleiben ist. was bleibt.

was bleibt: anästhesie des bewusstseins, ihre wirkungen auf den körper: leichte bis mittlere lähmungserscheinungen, schwere, auch gelenkschwere, einsank, trübung, d.h. wahrnehmungstrübung, rückenschmerzen, insgesamt talgige erscheinung, anschwellen der lider und waden. (das gegenteil von wind)

projektierte selbstvergessenheit bei gleichzeitigem immobilem selbstsein. vorsätzliches abschalten. verlust. frage nach ertrag und erträglichkeit. einzige tätigkeit: ertragen. stumpfe depersonalisierung. tristesse von wunschlosigkeit. sich nichts besseres mehr vorstellen zu können. die vorstellungskraft dampft ein. wen oder was. dampf.

achtung: es geht viel schneller, die aufmerksamkeit zu dimmen als sie wieder zu erlangen. das ist die gefahr.

dagegen: FESTHALTEN an der REALITÄT, durchlässigwerden auf die realität hin. im tun. aufhören dies oder jenes zu sein. am liebsten unsichtbar, aber tätig. abkehr von der kleiderfrage. das ende der frisur. weinen wollen(?), respektive müssen. (tränen: kindischer antrag an die gute wendung, nicht mehr wollen, außer hinaus.) sich selber sagen: trag mich. (trag mich gut genug.)

die durchlässigkeit ist bereits ein antrag an die realität. (arbeit der empfindlichkeit. etwas, das nicht taugt. zu empfindlich zu sein, aber für was? wofür sie nicht taugt, ist indes eine lesbare botschaft. diese muss gedeutet werden.)

dagegen: der Identitätssumpf bezüglich der realität. weg damit.

nicht etwas sein, sondern etwas machen. (das ende der dumpfen geschlechterspannung. das ende der frau. das ende des manns. endlich.) umstellung des selbstbewusstseins, weg von selbsthabe – hin zum tun.

sich klar sein, muss nicht heißen, etwas oder jemand zu sein. wo die aussicht auf verwandlung aussetzt, beginnt der realitätsverlust.

„Providence, having the advantage of knowing both the strengths and the weaknesses of men, has a facilty for unostentatious organization undreamed of by our Generals. (A Quotation from a letter of Sterne’s)“

und antwortete ich auf eine kleinanzeige: „looking for a reasonnably clean roommate“. und wohnte dann bei einer konzertklarinettistin, die nie übte. you know, sagte sie, i really should practice, there s this concert tomorrow. sie sagte: der erste klarinettist grüße sie nicht mehr, but: he s russian – i think that s normal. sie besaß drei kaputte föns. sie war sehr freundlich gegenüber kaputten sachen. ihr bett war die tiefste stelle im schlafzimmer, gewissermaßen das tal des zimmers, um das herum eine flut von kleidungsstücken an den wänden emporstieg, einmal brachte sie mir sieben blazer in unterschiedlichen endphasen der zerknitterung – you know, sagte sie, a blazer dresses you up. und als ich einmal traurig war und weinte, brachte sie mir ein radio und eine 800-seiten biografie über die rothschilds – what else can i bring to cheer you up?

was ist eine knautschzone – etwas, das einen schützt, indem es selber kaputt geht.

nachtrag: wenn man plötzlich sehr viele bleistifte hat, auf denen die falsche radio-frequenz steht, weswegen sie als reguläres give-away nicht mehr taugen, man sie aber weggeben kann unter der hand. dann hat man sehr viele bleistifte und eine erinnerung an die realität. die bleistifte sind gut genug. das heißt: sie sind gut. wenn nicht gar: sehr gut.

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